Ein wenig zu den Finanzen der Stadt Rödermark.

Finanzen Stadt Rödermark
Finanzen Stadt Rödermark

Jahresabschluss „Kommunale Betriebe der Stadt Rödermark“ (KBR) 2020
Geschäftsbereich KBR
Geschäftsbereich KBR (Bild anklicken)

Jahresabschluss „Stadt Rödermark“ 2020
Jahresabschluss 2020 Stadt Rödermark
Jahresabschluss 2020 Stadt Rödermark. (Bild anklicken)

Anmerkung zum Überschuss Stadt Rödermark. Gewerbesteuer.
Der Überschuss im ordentlichen Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Kompensationsumlage für den Gewerbesteuerausfall (Erstattung des Landes Hessen) in Höhe von 2.918.256,00 € sowie der hohen Nachzahlungen einiger Unternehmen für zu zahlende Gewerbesteuer aus dem Geschäftsjahr 2019.

4.7 Lage der Stadt Rödermark
Der vorliegende Jahresabschluss 2020, der trotz der Corona-Krise eine Zuführung zu den Rücklagen in Höhe von rund 4,1 Millionen Euro zulässt, täuscht über den Ernst der Lage hinweg. Hatte Rödermark im Ergebnis 2019 noch 14,2 Millionen bei dem Aufkommen an der Gewerbesteuer, so wäre man in 2020 bei etwa 10,6 Millionen Euro gelandet. Die Corona-Hilfe des Landes für ausgefallene Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 2,9 Millionen Euro und enorme Nachzahlungen von Rödermärker Unternehmen in Höhe von 3,7 Millionen Euro haben die pandemiebedingten Ertragsausfälle und die erheblichen Mehraufwendungen mehr als kompensiert.
Diese Situation wird sich nicht wiederholen. Prognostiziert sind stark sinkende Steuereinnahmen gegenüber der Vorpandemiezeit. Derzeit geht man davon aus, dass das Steuerniveau aus dem Ergebnis 2019 erst im Jahr 2024 wieder erreicht werden kann. Das bedeutet, dass die ursprünglich prognostizierten jährlichen Steuermehreinnahmen in Höhe von ca. drei bis sechs Prozent, nicht erzielt werden können. Ob eine Kompensation erfolgen kann, bleibt abzuwarten. Eine Anpassung des Aufwands bei den Personal- und Sachkosten nach unten, ohne Reduzierung des Leistungsstandards, erscheint auf Grund der durch die Pandemie ausgelösten Extremsituation nicht möglich. Quelle Seite 234

Mehr hierzu in der Aktenmappe zur Stadtverordnetenversammlung vom 27.10.2021.
 
Siehe auch
» Kimavorbehalt bei der Stavo am 27.10.2021
» Wir sind bereits dabei!


» Anträge/Berichtsanträge/Anfragen/Antworten zur Stavo, Stadtverordnetenversammlung 27.10.2021


Rödermark intern. DAS MUSS JEDEM KLAR SEIN!
Laut HaushaltsplanENTWURF (Seite 135) steigt die pro Kopf Verschuldung in Rödermark von 740.45 im Jahr 2019 auf 1.760,95 im Jahr 2025 an.

Betrug der Schuldenstand Anfang 2022 noch 22.729.064,00 so plant man für Ende 2025 mit mehr als einer Verdopplung der Schulden auf satte 50.579.774,00. HaushaltsplanENTWURF (Seite 35)

Gratulation an den hauptamtlichen Magistrat. 4,1 Mio. € Überschuss.

Tolle Sache
Tolle Sache

4,1 Mio. € Überschuss. Das 33-Fache des geplanten

Artikel aus der Sicht eines Zeitungslesers, der als Informationsquelle zum Stadtgeschehen in der Hauptsache die Presse nutzt. Auch deshalb nur die Presse, weil aus verschiedenen Gründen ihm der Besuch von öffentlichen Sitzungen der Stadtverordneten nicht möglich ist.

Ich war nicht auf der Stavo. Aus gesundheitlichen Gründen war es mir nicht möglich. Wenn der FDP-Antrag durchgeht (die Stavo kann im Internet verfolgt werden), wäre das in Zukunft kein Problem. Es wäre auch für den Zeitungsleser, der dann die Stavo im Internet verfolgt hat einfacher, den Inhalt der Presseartikel besser zu bewerten.

Heute kann man bei OP-Online lesen

[..]Rödermark kam mit einem satten Plus durchs erste Corona-Jahr: Der Abschluss 2020 weist einen Überschuss von 4,1 Millionen Euro aus, der in die Rücklage wandert. Einkalkuliert hatte Kämmerin Andrea Schülner nur ein minimales Plus von 124 000 Euro.[..] Quelle: OP-Online

Das Haushaltsergebnis ist schon einen Applaus wert
Auch wenn man in der Opposition sitzt, kann man bei einem solch tollen Ergebnis dem hauptamtlichen Magistrat mal ein wenig Applaus gönnen. Davon kann ich in dem OP-Artikel nichts lesen. Wenn es den Applaus nicht gegeben haben sollte, sollte man sich fragen, warum nicht? Die waren bestimmt neidisch!

Erwirtschaftet
Es wird in dem Artikel das Wort -erwirtschaftet- nicht erwähnt. Woher kommt dann der Überschuss? Wenn er -erwirtschaftet- wäre, dann fragt man sich als Bürger, wie haben die dann den Doppelhaushalt kalkuliert? Hat man den ausgewürfelt? Wie kann man sich derart verrechnen? Mit 124.000,00€ Überschuss gerechnet und geworden sind es 4,1 Mio.! Also das 33-Fache! Wie kann passieren, dass man sich bei den Einnahmen derart verrechnet? Oder hat man bewusst falsch gerechnet, um den Bürgern die extrem hohe Steigerung der Gundsteuer B (und auch die neue Vergnügungssteuer) aufs Auge drücken kann?

Es könnte aber auch sein, dass die Verwaltung
es geschafft hat, Kosten einzusparen. Mag ja sein, aber in dieser Höhe?

Der Überschuss wird sich wohl aus organisatorischen Einsparungen der Verwaltung, gestiegene Gewerbesteuer und Mehreinnahmen aus der Grundsteuer B ergeben. Würde es noch andere Gründe geben, hätte die Presse (Offenbach Post) diese sicher erwähnt.

Für einen Zeitungsleser ein schlüssiges Fazit.
Warum ist im Zeitungsartikel nicht erwähnt, dass selbst die Opposition sich vor Begeisterung erhoben hat und dem hauptamtlichen Magistrat zu diesem Ergebnis Beifall geklatscht hat? Ist sie und hat sie?
Als Bürger kann man nur darauf hoffen, dass die seit 10 Jahren sehr erfolgreich regierende Koalition aus AL und CDU sich wieder zu einer Koalition zusammenfindet. Dann werden wir wohl weiterhin so erfolgreiche Haushaltsdaten vorgelegt bekommen. Bedenken Sie, dieses tolle Ergebnis ist trotz Corona gelungen. Andere Kommunen stöhnen über Verluste.
Die kleinen Streitigkeiten vor der Kommunalwahl kann man ja großzügig übersehen.

Aus Sicht eines NUR Zeitungslesers. Ende!
 
» Heimatblatt. Vier-Millionen-Überschuss könnte Spielräume schaffen